Es ist 1:37 Uhr. Dein Kopf formuliert E-Mails.
Rasende Gedanken haben eine Schwäche: Sie brauchen Sinn.
Eine iPhone-App für alle, die wach liegen
Sheeps schreibt dir jede Nacht eine neue Einschlafgeschichte — lebendig, harmlos und absichtlich ohne Zusammenhang. Nichts, dem du folgen musst. Nichts, wofür du wach bleiben willst. Der Zusammenhang ist das, was dich wach hält.
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Rasende Gedanken haben eine Schwäche: Sie brauchen Sinn.
Den Tag noch einmal durchgehen. Morgen planen. Mit jemandem streiten, der gar nicht da ist. Lineares, zusammenhängendes Denken ist der „Wachmodus“ — und Willenskraft schaltet ihn nicht ab. Auch Schäfchenzählen scheitert: Zählen ist Ordnung, und Ordnung ist das Problem.
In den Minuten vor dem Schlaf zerfallen Gedanken von selbst in kurze, seltsame, harmlose Bilder. Der Cognitive Shuffle — entwickelt vom Kognitionsforscher Dr. Luc Beaudoin — dreht die Richtung um: Gib deinem Kopf zufällige, sanfte Bilder, und er versteht den Wink, dass er herunterfahren darf.
Eine Sheeps-Geschichte besteht aus acht bis zwanzig Szenen, die durch Überblendung verbunden sind, nicht durch Logik. Ein Sinneseindruck wird zum nächsten. Nichts jagt jemanden. Dir wird nie eine Frage gestellt.
Die Sätze beginnen mit vierzehn bis achtzehn Wörtern und werden kürzer, je später es wird. Die letzten Szenen sind Bruchstücke aus vier Wörtern, mit sieben Sekunden Stille dazwischen. Die Stimme wird leiser, wärmer, hört auf. Kein Ton. Kein „Ende“. Nur der Raum, und dann nichts.
Vier Stufen. Jede verändert genau eine Sache an dem Satz darunter. Zieh daran.
Du gehst durch einen Wald aus Brokkoli; Nebel treibt zwischen den Stielen.
Auf keiner Stufe verstörend, auf keiner unheimlich.
Zutaten
Wähle die Orte, an denen dein Kopf sich ohnehin sicher fühlt. Sheeps baut daraus und aus nichts anderem.
Spinnen. Tiefes Wasser. Krankenhäuser. Höhe. Was auch immer deins ist — nenn es, und es verschwindet, samt seinen Synonymen. Die Tabu-Liste greift zweimal: beim Schreiben der Geschichte und danach noch einmal, automatisch, bevor auch nur ein Wort gesprochen wird.
Stimmen
Sechs Erzählstimmen, keine davon in Eile. Alle sind von der ersten Nacht an dabei.
Tief und ohne Eile, wie ein Regal voll alter Atlanten.
Warm, leicht amüsiert. Er weiß, dass es kein Ende gibt.
Gedämpft und nah — eine Kerze zwei Zimmer weiter.
Langsames Rauschen. Der Seewetterbericht um Mitternacht.
Ruhig und rauchig, wie ein Zimmer, in dem lange niemand das Licht angemacht hat.
Die Nacht selbst
Die Geschichte für heute Nacht wird erzeugt und fertig gerendert, bevor deine übliche Schlafenszeit da ist. Auf Play zu drücken kostet dich dann nur eine Berührung. Um Mitternacht doch eine andere? Geht auch.
Ein Countdown ist eine Frist, und eine Frist ist das Letzte, was du um Mitternacht brauchst. Der Player zeigt, wie lange du schon zuhörst und wie lang die Geschichte ist — und dimmt sich nach zwanzig Sekunden selbst ab.
Kein Ton, keine Ansage, kein „das war das Ende“. Der Klangteppich wird dünner, und die Aufnahme hört einfach auf. Wenn du schon schläfst, weckt dich nichts, um es dir mitzuteilen.
Nichts in Sheeps gratuliert dir dafür, dass du geschlafen hast, und nichts hält fest, dass du es nicht getan hast. Einen hellen Modus gibt es auch nicht. Eine dunkle App für ein dunkles Zimmer.
Preise
Ein Abo. Jede Stimme, jede Stufe Seltsamkeit, von der ersten Nacht an. Begrenzt ist einzig das Erstellen selbst.
Monatlich
€9.99pro Monat
10 Credits jeden Monat
Jährlich
€59.99pro Jahr
120 Credits, alle auf einmal
Ein Credit steht für zehn Minuten fertiges Audio, eine 30-Minuten-Geschichte kostet also drei. Nicht genutzte Credits verfallen nicht. Wenn sie ausgehen, gibt es Aufladungen zu 5, 15 oder 40 — zehn Credits sind aber ungefähr jede zweite Nacht eine Geschichte, und mehr braucht es selten.
Der falsche Plural ist Absicht. Schäfchenzählen scheitert, weil Zählen Ordnung ist — Sheeps ist, was passiert, wenn sie davonwandern.